Im Folgenden möchte ich Ihnen mein Konzept des Flipped Classroom vorstellen

Ablauf

 

Das Konzept besteht grundsätzlich aus zwei Phasen. Zum einen der Vorbereitungsphase des Schülers, welche zu Hause stattfindet, und zum anderen der Präsenzphase (Lehrerbegleitete Übungsphase in der Schule).

 

A) Vorbereitungsphase:

 

Anders als auf herkömmliche Weise bereiten sich die Schüler selbst auf den Inhalt verschiedener Stoffbereiche vor. Dies geschieht anhand meiner zur Verfügung gestellten Lernvideos. Somit können Ihre Kinder zu Hause ihr Lerntempo selbst bestimmen und sind nicht an feste Zeiten gebunden. Unterstützt wird dieser Selbsterwerb durch ein dem Video angepasstes Arbeitsblatt (siehe Bild), welches einen Hefteintrag und erste Übungen bereithält. Zusätzlich stelle ich weitere freiwillige Online-Übungen (realmath.de oder learningapps.org) zur Verfügung, die eine tiefere Auseinandersetzung mit einem Thema ermöglichen.

 

Sollten noch Unklarheiten bezüglich eines Themas bestehen, so haben die Schüler die Aufgabe, ihre Fragen auf dem Arbeitsblatt zu stellen. Um Ihren Kindern individuelle Hilfe im Unterricht bieten zu können sind Fragen wie „Ich habe nichts verstanden“ zu vermeiden, da Schüler lernen sollen, Fragen exakt zu formulieren und ihre Probleme genau zu benennen. Nur so kann ich als Lehrkraft auf Ihr Kind genau eingehen.

 

B) Präsenzphase: 

 

In dieser Phase wird der angeeignete Stoff geübt und vertieft. Auch hier versuche ich den individuellen Bedürfnissen meiner Schüler gerecht zu werden. Dies wird ermöglicht durch:

 

-          Freie Wahl der Sozialform: Schüler können selbst entscheiden, ob sie alleine, mit einem Partner oder in einer Gruppe arbeiten wollen.

 

-          Individuelles Lerntempo: Die Schüler erhalten einen Wochenplan. Die darin aufgelisteten Aufgaben müssen innerhalb einer Woche erarbeitet werden, so lernen Ihre Kinder sich ihre Arbeit sinnvoll einzuteilen.

 

-          Eigenständige Wahl der Schwierigkeitsstufe: Bei den Aufgaben wird in zwei Kategorien differenziert: Stufe 1 („leicht“) und Stufe 2 („schwer“). Die Schüler wählen die Aufgaben selbst und bearbeiten die entsprechende Kategorie.

 

Auch die Aufgabenkontrolle erfolgt durch die Schüler selbst. Hierbei gibt es Lösungsblätter mit den Endergebnissen und solche mit einem ausführlichen Rechenweg. Grundsätzlich erhalten die Schüler zuerst nur die Endergebnisse, um ihre Arbeit zu kontrollieren. Eine mögliche Verbesserung soll zuerst ohne die Bereitstellung eines Rechenwegs erfolgen. Dies intensiviert die selbstständige Auseinandersetzung mit einer Aufgabe. Für besonders lange oder schwierige Aufgaben sind Kopien mit Tipps bereitgestellt.

 

Während der kompletten Präsenzphase stehe ich als Lehrkraft bereit, um Schüler bei ihren individuellen Problemen oder Bedürfnissen unterstützen zu können.